5. Sonnenhöhe, 4Ä 201
Der Blutdurst des Schwerts ist nützlich. Sein Verlangung zu spalten, eine Brücke. Schnitte ebnen den Pfad. Doch die Wunde darf niemals faulen. Ein gebrochener Knochen wird mit der Heilung stärker.
18. Sonnenhöhe, 4Ä 201
Noch eine Vision. Eine lange Wanderung durch das Grau. Das Knacken von Stiefeln auf missgestalteten Kehlen. Im Nebel ein Pfeifen.
Das Schwert steckt in der Erde. Schreiendes, blutendes Chaos. Von seinem Herzen nähren sich Wurzeln. Aus der Wunde sprießt ein Baum. Ein Pfad öffnet sich.
1. Letzte Saat, 4Ä 201
Narbengewebe verhärtet sich, Wurzeln werden dicker. Die Wunde blutet, doch ist der Pfad versperrt. Ein Fisch gegen den Strom.
Vielleicht ist dieser Pfad nicht für mich, sondern für es. Der Fluss muss von der Quelle in den Mund fließen, um den Verstand zu nähren.
16. Letzte Saat, 4Ä 201
Vorübergehender Hörverlust. Brot backt in einem Herd. Wir greifen nach dem Abgrund, nur um wieder loszulassen. Mit zusammengebissenen Zähnen landen wir mit dem Gesicht im Schlamm. Licht bricht sich in einem Glasauge. Wie leicht wir abgleiten! Offenbarungen schweben auf roten Schwingen über dem Dunkel. Regen läuft an jeder Fensterscheibe hinab.
Ich werde nicht wahnsinnig.
Ich werde Wahn zu mir holen.